Zuruck zur Startseite |
LoginNederlandsKontaktSitemap |
![]() |
Bachelorstudiengänge |
„Biologie war mein Lieblingsfach in der Schule und technische Fächer wie Physik und Chemie fand ich auch immer gut. Ich hätte natürlich auch Arzt werden können, aber der direkte Kontakt mit Patienten ist wohl nichts für mich. Es gefällt mir viel besser, hinter den Kulissen an der Qualität des Gesundheitssystems zu arbeiten. Zum Beispiel in einer Forschungsgruppe neue Methoden zu entwickeln um das Leben von gehandicapten Personen angenehmer zu machen. Eigentlich gibt es auch noch andere Gründe, aber später mehr dazu. Für mich war auf jeden Fall klar, dass ich BMT studieren will, denn das deckte sich perfekt mit meinen Interessen. Es erschien mir einfach unglaublich spannend!
Aber wo soll ich studieren? Diese Wahl war wirklich schwer. Bis zu dem Tag als ich mich wagemutig aufmachte und mit dem Zug nach Enschede fuhr. Ich war sofort hin und weg! Enschede ist einfach eine richtige Studentenstadt. Alles ist schön übersichtlich und praktisch eingerichtet zum Studieren. Es gibt zahllose Kneipen, man kann für wenig Geld essen und es gibt genügend schöne Zimmer im Angebot. Und dann der Campus, der ist echt wunderschön. Alle Fakultäten sind dicht beieinander, darum lernst du auch schnell Leute kennen, die etwas anderes studieren als du. Alles was ich brauche kann ich hier auf dem Campus finden. Du gehst hier zur Vorlesung, gehst hier zur Bibliothek, wohnst dort, machst dort Sport und machst dort auch deine Einkäufe. Mittlerweile wohne ich in der Stadt in einem Haus mit sieben Mädchen und das finde ich auch sehr nett. Wir kochen zusammen, gehen zusammen ins Kino, gucken Soaps im Fernsehen und natürlich gehen wir donnerstags abends aus. Der Akzent glückt mir noch nicht so ganz, aber was den Rest angeht fühle ich mich wie eine Richtige Enschede‘erin!“
Biomedizinische Technologie kombiniert (bio-)medizinische Kenntnisse und Technik. Als biomedizinischer Technologe sorgst du für technologische Innovationen im Gesundheitswesen, und das auf den verschiedensten Fachgebieten. Du kannst zum Beispiel mitwirken in der Forschung nach neuen Behandlungsmethoden oder aber auch clevere Hilfsmittel und chirurgische Apparaturen entwerfen. Aber auch Gewebeerneuerungen im inneren und äußeren des Körpers kann zu deiner Aufgabe werden. Nicht, dass du dabei einen Patienten vor Augen hast, so wie ein Arzt – nein, du sorgst für ganze Gruppen von Patienten! Dank deiner Kunstknie- und deiner Sportprothesen können Menschen gleich selbständiger agieren. Und durch Knochen und andere Gewebestoffe, die du regenerierst, sind Implantate von Fremdspendern eines Tages nicht mehr notwendig. Darüber hinaus können Ärzte und Therapeuten durch deine Kenntnisse im Bereich der Telemedizin auch aus der Ferne medizinische Hilfe leisten, sodass der Patient nicht mehr in ein Krankenhaus muss.
Wählst du biomedizinische Technologie, dann stehst du am Anfang einer Karriere als wissenschaftlicher Ingenieur mit Kenntnissen über biologische Prozesse, medizinischem Handeln und Technik. Und weil die Technik sich rasend schnell weiter entwickelt, wirst du das natürlich auch in Zukunft tun. Schon während des Studiums wirst du merken wie schnell eine neue Apparatur als veraltet eingestuft wird und du wirst sehen, dass Diagnosen, Hilfsmittel und Behandlungsmethoden immer weiter verbessert werden können. Man kann nun schon zum Beispiel Muskelkontraktionen messen (EMG), einschlafende Füße durch Elektrostimulation behandeln und es gibt schon ein chirurgisches Handwerkszeug, das minimale Einschnitte in den Körper ermöglichen (Schlüssellochchirurgie). Was kommt als nächstes? Wer weiß, vielleicht bist du derjenige, der die Wahrscheinlichkeit einer Abstoßungsreaktion bei Fremdgewebe minimalisiert. Oder du ermöglichst Rehabilitationsmaßnahmen mit Hilfe von Virtual Reality Programmen. In der Welt der biomedizinischen Technologie sind die Möglichkeiten unbegrenzt.
Biomedizinische Technologie in Twente schaut auf etwa 30 Jahre Erfahrung im Bereich biomedizinische Forschung und Lehre zurück. Und das merkt man. Denn die Ausbildung ist multidisziplinär und variantenreich mit einem eigenen Biomedizinischen Technologieforschungsinstitut (BMTI) (Link). So bist du von Anfang an dort wo neue Technologien und Verfahren entwickelt werden und bekommst während deiner Bachelor- und/oder Masterarbeit direkt die Chance eine Aufgabe in einer der Fachgruppen des BMTi zu übernehmen. Welche Aspekte der Biomedizinischen Technologie du dir auch ansiehst, in Twente bist du an der Richtigen Adresse.
Deine eigenen Arbeitsräume
Bei BMT kannst du wählen wo du neben den Vorlesungen lernst und studierst: zu Hause, in der Bibliothek oder in deinen eigenen Arbeitsräumlichkeiten. Jedem Jahrgang werden eigene Studienräume zur Verfügung gestellt, wo dann jeder einzelne seinen eigenen Arbeitsplatz hat mit seinem eigenen Schreibtisch und einem komfortablen Stuhl. Das ist praktisch, denn dann musst du zwischen den Vorlesungen nicht nach Hause fahren und wenn du mal nicht weiter weißt, dann kannst du einen deiner Mitstudenten um Hilfe bitten oder du fragst einen Studentenassistenten (Student aus einem höheren Semester) der regelmäßig anwesend ist. Darüber hinaus finden auch Vorlesungen in den Studienräumen statt. Denn in Twente kommen die Dozenten zu dir!
Dozenten aus der Praxis
Deine Dozenten und Professoren betreiben selbst Forschung oder sind in Krankenhäusern und dem Betriebsleben aktiv. Darum können sie auch selbst viel von ihrer Erfahrung weitergeben.
Da die Universität von überschaubarer Größe ist, ist die Atmosphäre persönlich und du kannst ohne Weiteres mal eben bei einem dieser erfahrenen Lehrkräfte vorbei schauen.
Natürlich mischt du auch mit bei Projekten des Biomedizinischen Technologieforschungsinstituts (BMTI), welches auf dem Campus zu finden ist. Das BMTI hat einen hervorragenden Ruf weltweit auf dem Gebiet der Biomedizinischen Technologie und eine große Anzahl an Forschern dort wird dir im Hörsaal als Dozent wieder begegnen.
Alle Ebenen
Während deines Studiums arbeitest du auf drei verschiedenen Ebenen. Auf Mikroebene befasst du dich mit zellularer und molekularer Biologie; auf Mesoebene geht es um den Menschen und was es für Möglichkeiten gibt auf dem Gebiet der Diagnostik, Therapie und Rehabilitation. Noch eine Ebene höher (Macroebene) befasst sich mit dem Gesundheitswesen aus der Perspektive des Betriebsleben und beschäftigt sich mit Technologien, mit deren Hilfe die Menschen länger selbständig bleiben können. Wie du siehst, wird ein integrativer Ansatz der Biomedizinischen Technologie geboten, denn auch das ist typisch für Twente.