Dein Studium

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Während deines Studiums besuchst du Vorlesungen und Seminare. Außerdem arbeitest du oft in kleinen Gruppen. Dadurch lernst du gemeinsam zu arbeiten, Aufgaben zu verteilen und Texte zu erarbeiten. Du hast auch viel persönlichen Kontakt zu deinen Dozenten, zum Beispiel in Seminaren. Dank der digitalen Lernumgebung Blackboard kannst du außerdem virtuell mit Dozenten und Kommilitonen kommunizieren und so mit ihnen gemeinsam an Aufgaben arbeiten. Bei Blackboard findest du für die Studienpläne, Aufgaben, Präsentationen und Lektüre für alle Fächer. Mit bestimmten Computerprogrammen kannst du den Stoff der Vorlesungen wann es dir passt einüben.

Mit Ausnahme der Europäischen Fachrichtung, für die du dich im zweiten Jahr entscheiden kannst, sind alle Kurse und die meisten Vorlesungen auf Niederländisch. Du lernst allerdings regelmäßig mit englischer Lektüre.

Einteilung des Studiums

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Dein Bachelor-Studium dauert drei Jahre. Einige Studenten benötigen länger, weil sie neben ihrem Studium noch anderen Aktivitäten nachgehen. Zum Beispiel bei einer Studienvereinigung. Auch das ist eine nützliche und lehrreiche Erfahrung, wodurch du aber eventuell mehr Zeit brauchst, um deine Studienpunkte zu verdienen. Nach dem Bachelor-Studium, welches du als Bachelor of Science (BSc) abschließt, hast du die Wahl zwischen verschiedenen Mastern, die meist ein und manchmal zwei Jahre dauern.

Das erste Jahr
Bei Verwaltungswissenschaften bist du ab dem ersten Tag in die praktische Arbeit eingebunden, denn du beginnst jedes Quartal (Block von 10 Wochen) mit einer Exkursion in die Praxis. Im ersten Quartal gehen wir zum Beispiel nach Roombeek. Dort erfährst du, was alles wichtig ist beim Wiederaufbau eines Viertels, dessen Bewohner ihr ganzes Vertrauen in die Behörden verloren haben. Dazu gibt es natürlich auch Vorlesungen und Seminare. Du begegnest der Soziologie, Politologie, Wirtschaft und Jura und lernst auch schnell, über die Grenzen der vier Fachgebiete hinaus zu sehen. Zum Beispiel wenn du als Teil eines Teams ein Problem aus dem Verwaltungsalltag analysierst. Ein guter Start!

In diesem Jahr kannst du dich auch noch entscheiden, dein Studium noch etwas internationaler zu machen, und zur englischsprachigen europäischen Variante European Studies zu wechseln, bei der der Schwerpunkt viel stärker auf EU-Organisationen liegt als beim niederländischsprachigen Bachelor.

Das zweite Jahr
Genau wie im ersten Jahr beginnt jedes Semester mit einer Tagesexkursion. Oder mehreren Tagen, denn im zweiten Semester gehst du nach Brüssel, um mit eigenen Augen zu sehen, was alles in Europa passiert. Im ersten Jahr hast du vor allem gelernt, komplexe Probleme zu ergründen und Lösungen zu entwickeln. Wie du so eine Lösung anschließend umsetzen kannst, lernst du im zweiten Jahr. Auch fängst du an, dich mit dem Aufbau von politischen Prozessen zu beschäftigen, damit du das, was du vorher gelernt hast, auch wirklich effektiv anwenden kannst. Ein schöner Abschluss ist die Simulation, bei dem du eine Konferenz in europäischem Kontext nachstellst, präsentierst, Standpunkte verteidigst und (hoffentlich!) einen Kompromiss mit den anderen Beteiligten findest.

Das dritte Jahr
In diesem Jahr darfst du einen Minor wählen! Das heißt, dein Wissen in einer ganz anderen Richtung erweitern, zum Beispiel in der Psychologie oder Philosophie. Oder doch in die Tiefe zu gehen, zum Beispiel mit European Studies. Das vielleicht Wichtigste am dritten Jahr ist die Bachelorarbeit. Während dieser forscht du bei einer Regierungsorganisation, einem Betrieb oder in einer gesellschaftlichen Institution. Im In- oder Ausland! Zum Beispiel forschte Katinka Oldenburger zur Effektivität von Anti-Aggressions- Training – gerichtet an Täter bei häuslicher Gewalt - und gewann damit einen Preis der Stadt Enschede. Wer weiß, vielleicht kannst du es ihr ja gleichtun!