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Als Electrical Engineer bist du auf vielen Feldern einsetzbar. Denn du hast kein spezielles Berufsbild anvisiert, sondern dir eine Branche der Wissenschaft näher gebracht. Du wählst deine Aufgaben und Arbeitsumgebung selbst. Du kannst zum Beispiel als Systemplaner oder Manager von Projekten arbeiten. Du kannst Forscher in Forschungs- und Entwicklungsbüros der Industrie, bei halb staatlichen Einrichtungen, wie dem Institut für angewandte naturwissenschaftliche Forschung, oder im Krankenhäusern werden.
Du kannst dich auch für eine Beratungs- oder Lehrfunktion entscheiden, zum Beispiel in einem Beratungsbüro oder der höheren Schul- und Erwachsenenbildung.
Egal wohin du schaust, du wirst überall mit offenen Armen empfangen, denn die Nachfrage nach Electrical Engineers Ingenieuren soll in der Zukunft – mit all den rasend schnellen Entwicklungen in der Informationstechnologie – sicher noch zunehmen. Die Möglichkeiten auf diesem Fachgebiet sind hervorragend und die Arbeitsmöglichkeiten sind vielfältig.
Viele Absolventen kommen bei Betrieben wie KPN, Lucent Technologies, Philips oder Ericsson unter. Andere finden auch bei kleineren Betrieben, in Krankenhäusern, in Patentbüros, bei Softwarebetrieben und Ingenieursbüros ihren Platz. Du brauchst also nicht denken, dass du mit Electrical Engineering nur bei elektrotechnischen Betrieben unterkommst.

Electrical Engineers etablieren neue Betriebe
Viel größer als ein Handy wird es nicht werden, der Apparat mit dem Steven Staal und Arjan Floris messen, wie viel Medizin Blut beinhaltet. Im Falle von Schlaflosigkeit kann ein ‚lap-on-a-chip‘ sofort sagen, ob die Dosierung eines Medikamentes verändert werden muss. Als Neuling unter den Elektrotechnikern haben Steven und Arjan sich entschlossen, einen eigenen Betrieb zu gründen mit der Idee ein erfolgreiches Produkt auf den Markt zu bringen.
Zusammen haben sie Medimate aufgebaut. An Ehrgeiz mangelt es den beiden nicht.“ Wir wollen Marktführer im Bereich der Pflegediagnose werden.“ Damit meinen wir, dass Patienten zu Hause selbst einen Test durchführen können, um nachzumessen, wie viel Medizin sie noch im Blut haben.
„Das muss so einfach werden, wie die bekannte Messung des Blutzuckerspiegels. Wie hoch entwickelt die Technologie auch sein mag, das Gerät muss natürlich so günstig wie möglich angeboten werden, denn es ist für den einmaligen Gebrauch entwickelt - also ein Wegwerfchip. Während die ersten Prototypen noch hunderte von Euro kosteten, müssen die Kosten des Endproduktes auf etwa einen Euro gesenkt werden.“

Als Sebastian van Loon (27) sein Studium beendete, hatte er relativ wenig Kenntnisse auf dem Gebiet der Energietechnik. Nachdem er ein halbes Jahr bei einem australischen Betrieb, der Gasturbinen errichtet, gearbeitet hat, wurde er bei Nuon Tecno angenommen. Dort wurde er Teil eines technischen Talentförderunsprogrammes (TTP). „Hier habe ich die Chance bekommen in kurzer Zeit viel über die Welt der Energietechnik zu lernen“.
„Das tolle an dem TTP ist, dass du selbst einen Bereich deines Interesses wählen kannst“, findet Sebastian. Denn das ist kein Traineeship mit einem festgelegten Programm. Ich habe hier einen eigenen Arbeitsplatz, von welchem aus ich alles mitbekomme, was in der Abteilung geschieht.
Nuon Tecno beschäftigt sich unter anderem mit Energiespeicherung. „Wenn ein Techniker an einer Hochspannungsleitung arbeitet, muss er schnell reagieren können, um den Strom aus dem Netzwerk abzuleiten. Wenn das nicht schnell genug geschieht, können schwere Unfälle passieren. Aber das muss schon geschickt gemacht werden, denn man will ja nicht, dass die Hälfte der Niederländer ohne Strom dasteht.“
Sebastian beschäftigt sich gerade mit dem sogenannten flickering. „Das ist eine kurze Spitzenbelastung des Stromnetzwerkes. Wenn in einem Studentenhaus zugleich die Waschmaschine und ein paar Computer laufen und dann auch noch staubgesaugt wird, dann kann man schon mal die Lampen flackern sehen. Dasselbe passiert mit einer Schweißmaschine. Diese zieht für kurze Zeit sehr viel Strom aus dem Netzwerk. Ich beschäftige mich damit, dieses Schwanken innerhalb einen Stromnetzwerkes in digitalisierter Form festzuhalten.“
Weil Sebastian an dem TTP teilnimmt, kann er während seiner Arbeitszeit viel Zeit in seine persönliche Entwicklung investieren. „Wenn ich eine Fortbildung besuchen will, weil ich glaube, dass sie notwendig für meine Zukunft in dem Betrieb ist, dann muss ich das nur anmelden und dann ist das kein Problem. Aber natürlich muss ich das alles selbst organisieren.“