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Bachelorstudiengänge |
Hallo, ich heiße Sandra und studiere im zweiten Jahr European Studies an der Uni Twente in Enschede. Eigentlich komme ich aus einer kleinen Stadt in Bayern und muss zugeben, dass es am Anfang doch ungewohnt war, auf einmal niemanden mehr zu kennen und von Menschen umgeben zu sein, deren Sprache ich nicht spreche. Dadurch, dass ich aber auf den Campus gezogen bin, habe ich schnell neue Leute kennen gelernt und mich gut an die neue Situation gewöhnt.
Dadurch, dass ich nach dem Abitur erst ein Jahr gearbeitet habe, fiel es mir am Anfang schwer mich wieder hinzusetzen und für das Studium zu lernen, aber nach einiger Zeit war das glücklicherweise auch kein Problem mehr. Ich denke, dass mir das holländische System sehr dabei sehr geholfen hat, da man anstelle von Semstern, wie im deutschen System, Quartale hat, wodurch man ca. Alle acht Wochen Klausuren schreibt. Insgesamt kann ich sagen, dass mir das Studium gut gefällt und ich froh bin aus Bayern weggegangen zu sein, weil ich hier schon viele neue Erfahrungen sammeln konnte.
Hey, ich bin Hauke und studiere „European Studies“ an der Universität Twente in Enschede. Ein „Meeloopdag“ vor zwei Jahren überzeugte mich von der Studienwahl.
Wenn ich Freunden und Bekannten meinen Studiengang nenne, höre ich häufig dieselbe Frage: „European Studies?! Europa?! Dieses Bürokratiemonster aus Brüssel? Was kann daran denn interessant sein?“ - Um ehrlich zu sein, eine ganze Menge!
Denn die meisten wissen gar nicht, was Europa wirklich verändert.
Oder wüsstest du auf Anhieb, dass man in Europa grenzenlos leben, arbeiten, reisen und wohnen kann?
Heutzutage ist es nichts Besonderes mehr, ohne Pass und ohne Kontrollen beispielsweise von Berlin nach Madrid reisen zu dürfen. Diese Freiheit genießen wir EU-Bürger weltweit völlig allein.
Was die Europäische Union noch so alles bewegt und welchen Einfluss sie wirklich genießt, lerne ich in meinem Studium. Denn eigentlich lerne ich 4 verschiedene Disziplinen zugleich – Jura, Politikwissenschaften, Soziologie und Wirtschaft.
Diese interdisziplinäre Herangehensweise ermöglicht es mir, Themen und Probleme aus mehreren Blickwinkeln zugleich zu hinterfragen.
Dies ist auch häufig vonnöten, denn „European Studies“ ist sehr praxisorientiert, d.h. ich muss oftmals Problemstellungen in Aufgaben lösen, dies nicht nur aus einer wirtschaftlichen, sondern auch aus einer soziologischen, einer rechtlichen und einer politikwissenschaftlichen Perspektive.
Und spätestens jetzt im zweiten Jahr kann ich meine Freunde und Bekannten daher vollends von Europa überzeugen und ihnen aufzeigen, dass die EU mehr ist als eine Gruppe von Bürokraten die sich um den Krümmungsgrad der Gurke kümmert oder die Höhenregulierung von Traktorsitzen festlegt.
„Seit dem ich einem Informationstag über European Studies beigewohnt habe, ist für mich klar, dass ich genau das studieren möchte. Ich erinnere mich noch, dass ich während dieses Informationstages an einem Workshop namens „Problemlösung“ teilgenommen habe. Dabei bekam jeder die Rolle eines Landes und musste zusammen mit den anderen einen Kompromiss finden.
Mich spricht die Kombination von verschiedenen Fach gebieten enorm an, du lernst Amtsführung auf internationalem Niveau. Ich bin von Haus aus schon immer an Politik interessiert gewesen, denn bei uns am Tisch werden auch hitzige Diskussionen geführt. Das hat natürlich mit meinen Wurzeln zu tun. Themen wie das Zaren reich in Russland, der Kalte Krieg, aber auch die Französische Revolution fesseln mich. In der Mittelstufe hatte ich ein kombiniertes Profil aus Ökonomie & Gesellschaftslehre und Kultur & Gesellschaftslehre, daneben habe ich auch noch Mathematik B2 belegt.
Ich habe die Universität Twente gewählt, weil die Kombination und das Angebot an Fächern mich am meisten ansprachen. ES in Maastricht richtet sein Augenmerk mehr auf Sprache und Kultur mit besonderer Betonung auf Geschichte. Und das Studium in Amsterdam ist soweit ich weiß, weniger weit gefächert und auf Niederländisch.
Tagsüber studiere ich oft in der Bibliothek, es motiviert mich zu sehen wie andere um mich herum arbeiten. Darüber hinaus habe ich allerlei andere Aktivitäten, die auch auf dem Campus stattfinden. Dadurch, dass alle Fakultäten beieinander liegen, triffst du auch leicht Studenten von anderen Studiengängen. Außerdem kannst du auf dem Campus auch Sport machen, also habe ich hier an einer Teststunde im Boxen teilgenommen. Das will ich sehr gerne tun, aber bisher ist es noch nicht dazu gekommen. Enschede ist eine echte Studentenstadt. Am Wochenende bleibe ich oft bei Freunden zum schlafen. Ich kenne auch viele nette Kneipen, wo man mit Freunden gemütlich einen Kaffee trinken kann oder auch ausgehen kann.“