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Bachelorstudiengänge |
Dein Studium besteht aus einem Bachelorprogramm, das drei Jahre dauert. Sie belegen Vorlesungen, Seminare und Projekte. Bei Vorlesungen – der Name sagt es ja schon – geht es vor allem ums Zuhören und Notizen machen. In Seminaren verfasst du eigenständige wissenschaftliche Hausarbeiten. Bei einem Projekt dagegen beschäftigst du dich in einer Gruppe intensiv mit einer bestimmten Aufgabe. Du bekommst einen eigenen Raum, in dem du mit deiner Gruppe am Projekt arbeiten kannst. Neben dem Besuch der Veranstaltungen an der Universität studierst du auch viel zu Hause im Eigenstudium.
Das IBA-Studium ist an der Leitidee des ganzheitlichen Managements aufgebaut. Was bedeutet Ganzheitlichkeit konkret? Das Prinzip ist einfach: Zunächst wirst du alle wichtigen Funktionsbereiche eines Unternehmens kennen lernen, also im Prinzip alle Abteilungen, die du in einer Firma vorfindest. In einer davon wirst du später arbeiten – dazu suchst du dir Vertiefungsfächer im zweiten Jahr aus. Aber du bekommst schon von Anfang an einen Einblick in alle Funktionsbereiche. So lernst du das Unternehmen als Ganzes verstehen. Du wirst zum Teamplayer, der funktionsübergreifend arbeiten kann.
Neben Kenntnissen über alle Funktionsbereiche (Finanzierung, Personal, Entwicklung, Einkauf, Produktion und Marketing) braucht ein Manager unabhängig davon, in welcher Abteilung er zunächst beschäftigt ist, bestimmte Unternehmensführungskenntnisse. In Leitungsfunktionen fallen Planungs- und Kontrollaufgaben an, Organisationsaufgaben und Führungsaufgaben. Auch darauf bereitet dich das IBA-Studium vor. Nach Abschluss des Studiums weiβt du, wie ein Unternehmen aussieht und was die Manager dort tun – du hast eine ganzheitliche Ausbildung genossen.
Jahr 1: Im ersten Jahr Ihres IBA-Studiums schaffst du dir eine breite Basis. Du lernst alle wesentlichen Funktionsbereiche eines modernen Unternehmens kennen. Ferner lernst du ein Unternehmen in seine europäische Umwelt einzuordnen – Recht und Politik gehört auch dazu.
Wir wissen, dass die wenigsten Schüler mit perfekten Englischkenntnissen die Schule verlassen. Daher sind im ganzen ersten Jahr Sprach- und Kommunikationskurse integriert, die dich im Englischen fit machen. Dieses Modell ist eine Besonderheit von Twente! Die „Business English and communication skills“-Kurse setzen sich in verminderter Form in den folgenden Jahren fort.
Jahr 2: Auf der soliden breiten Grundlage des ersten Studienabschnitts kommen im zweiten Jahr Vertiefungsfächer hinzu. Diese Vertiefungsfächer sind auch eine Besonderheit des IBA-Studiengangs in Twente – du wirst sie in dieser Form nicht an anderen Universitäten in den Niederlanden oder etwa in England vorfinden. In Deutschland aber brauchst du Vertiefungsrichtungen, wenn du dich für einen Job bewirbst.
Jahr 3: Im dritten Jahr schließlich ist die erste Hälfte dafür reserviert, um ein Auslandssemester einzufügen oder um weitere Vertiefungen oder um einen sogenannten „Minor“ in Twente zu machen.
In Twente ist jedes Bachelorjahr in vier Blöcke à 10 Wochen eingeteilt, Quartale genannt. In einem Quartal besucht man üblicherweise drei Fächer, die jeweils am Ende mit einer Klausur abschließen.
Deine Arbeitswoche ist recht gut gefüllt. Du hast Vorlesungen und musst natürlich auch noch selbst an dem Lehrstoff arbeiten. Zuhause, in der Bibliothek, im Zug oder in der Sonne auf dem Campusgelände studiert man seine Bücher, Artikel, löst Aufgaben oder arbeitet an Projekten. Einige Studenten studieren am liebsten alleine, andere lieber in Gruppen, z.B. in der Bibliothek. Wie viel jemand studiert ist von Person zu Person unterschiedlich. Aber wenn man von einer 42-Stunden- Woche ausgeht hat man eine Vorstellung von einer normalen Studienwoche. In jedem Studienjahr kann man 60 ECs (European Credits) erlangen.
Study program IBA 2010-2011 |
|||
Quarter |
course name |
EC |
|
B1: 1st year |
|||
1 |
Marketing |
5 |
|
Cohort |
1 |
International Business & Strategy |
3 |
2010 |
1 |
Business English and Communication/ Research Skills (BECS) |
2 |
1 |
Introduction to Research Methodology |
5 |
|
2 |
Production Management & Technology Development |
5 |
|
2 |
Purchasing |
3 |
|
2 |
BECS |
2 |
|
2 |
Accounting & Controlling |
5 |
|
3 |
Management & Organisation |
5 |
|
3 |
Innovation & Entrepreneurship |
3 |
|
3 |
BECS |
2 |
|
3 |
Economics I |
5 |
|
4 |
Economics II |
5 |
|
4 |
Law & Regulations |
3 |
|
4 |
BECS |
2 |
|
4 |
Finance |
5 |
|
Total |
60 |
Im ersten Studienjahr von IBA ist jedes Quartal einem besonderen Thema gewidmet, das aus verschiedenen Perspektiven betrachtet wird. Am Ende hast du einen Überblick über die Herausforderungen gewonnen, mit denen sich Unternehmen in Europa gegenwärtig auseinandersetzen.
Zunächst geht es um die „Herausforderung im EU Markt“. Genau wie ein Unternehmen stellen wir uns im IBA-Studium zunächst die Frage: Was wollen die Kunden? Und wie müssen wir unser Unternehmen darauf ausrichten? Folglich sind im ersten Quartal Marketing und Unternehmensentwicklung Schwerpunktfächer.
Als nächstes stellt sich die Frage, wie die konzipierten Produkte entstehen? Das zweite Quartal geht folglich dem Thema „Produktionsherausforderungen in der EU“ nach. Schwerpunktfächer sind Forschung und Entwicklung sowie Einkauf und Produktion.
Ein Unternehmen existiert allerdings nicht im „luftleeren Raum“, es hat eine Struktur und Prozesse. Daher sind das Thema des dritten Quartals die „Organisationsherausforderungen im EU Kontext“. Unternehmensführung und Organisation sowie kulturvergleichende Studien sind die Schwerpunktfächer.
Im vierten Quartal schließlich geht es um „Regulierungs- und Politikherausforderungen in Europa“. War der Fokus bislang auf das Innere eines Unternehmens gerichtet, so beschäftigt sich das letzte Quartal mit seiner Umwelt. Recht sowie Makroökonomie und EU Politik sind daher die Schwerpunktfächer.
Parallel finden „Business English and communication skills“ Kurse statt. Über den reinen Spracherwerb hinaus behandeln diese Kurse auch die immer wichtiger werdenden Kommunikationsfertigkeiten, wie Präsentationstechnik, Interviewführung usw.
Da ein ständiger Austausch mit der Praxis ein Teil des IBA-Konzepts ist, kannst du diese Fertigkeiten auch gleich im Rahmen von Betriebsbesuchen und „Schnüffelpraktika“ einsetzen.
Parallel kommen im ersten Jahr noch Mikroökonomie, Finanzierung und Rechnungswesen (schließlich werden ihr Kaufleute), ein erster Kurs Grundlagen wirtschaftswissenschaftlicher Forschung (schließlich studiert ihr an einer Universität) und weiterführende Produktionswissenschaften hinzu.
Fazit: Im ersten Jahr hast du die wichtigsten Funktionsbereiche eines Unternehmens kennen gelernt und kannst mit den zentralen betriebswirtschaftlichen Herausforderungen international agierender Unternehmen umgehen. Du bist fit für die Vertiefungsfächer im zweiten Jahr!