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Bachelorstudiengänge |
Erfahrungen von Christian
Name: Christian Koers
Studiert: Technische Informatik
Aufgewachsen: Neuenkirchen
Studiert seit September 2007 an
der Universität Twente
Was war der Grund für ein Studium in den Niederlanden?
Ich bin eher zufällig im Internet auf die Universität Twente gestoßen und habe dort vom Tag der offenen Tür erfahren. Diesen habe ich besucht und war vom Campus und der Vorstellung des Informatikstudiums überzeugt, sodass ich mich für ein Studium in Enschede entschieden habe.
Was sind für dich die Vorteile an diesem Studiengang in den Niederlanden?
Meiner Meinung nach sind die Rahmenbedingungen hier sehr gut: Es gibt keine überfüllten Hörsäle, Projektarbeiten werden in kleinen Gruppen durchgeführt und die IT-Einrichtungen sind auf dem neuesten Stand. Sehr hilfreich ist auch die Betreuung durch die Dozenten, die sich eigentlich immer Zeit nehmen, wenn man Fragen oder Probleme hat.
Hast du am Sprachprogramm für technische Studenten teilgenommen?
Ja, ich habe das Sprachprogramm absolviert.
Wie läuft das Sprachprogramm ab?
Zunächst gibt es im Sommer einen speziellen dreiwöchigen Sprachkurs. Hat man diesen erfolgreich abgeschlossen, darf man mit dem Studium an der Universität Twente beginnen. Während des Studiums hat man dann ein halbes Jahr lang einmal pro Woche einen weiterführenden Sprachkurs.
Was machst du so neben deinem Studium?
In der Freizeit unternehme ich oft Dinge mit Freunden. Häufiges Ziel ist dabei das Kino unweit des Campus, auch auf der Kartbahn versuchen wir ab und zu den Rundenrekord zu brechen. Im Sommer spielen wir Fußball und sofern es das Wetter mitspielt wird gegrillt. Wenn mein Stundenplan vom Freitag es zulässt, gehe ich am Donnerstag gelegentlich mit Freunden zum Studentenabend in die Stadt.
Erfahrungen von Florian
Name: Florian van Keulen
Studiert: Telematik
Aufgewachsen: Merzen bei Osnabrück
Studiert seit September 2006 an
der Universität Twente

Die Entscheidung in den Niederlanden zu studieren
Für mich gab es eine Anzahl von Gründen. Entscheidend war die Studienrichtung Telematica. Es ist eine Kombination aus Informatik und Telematik. Dies entsprach genau meinen Wünschen. Hinzu kam die enge Zusammenarbeit mit den umliegenden IT Unternehmen, was mich ebenfalls in der Entscheidung beeinflusste. Somit bestehen gute Möglichkeiten neben dem Studium Kontakte zu knüpfen und Praxiserfahrungen zu erlangen, bzw. sich vielleicht schon einen Nebenjob aufzubauen. Letztlich interessierte mich aber auch die niederländische Kultur, die man mit einem Studium in den Niederlanden wohl am besten kennen lernt.
Unterschiede zwischen studieren in Deutschland und den Niederlanden
Ich kann es nur mit dem vergleichen, was mir meine deutschen Freunde von ihrem Studium in Deutschland erzählen. Aber deutlich ist jedenfalls, dass die Betreuung im Studium hier viel besser und intensiver ist. Auch studiert man hier in kleinen Gruppen, wodurch ein sehr persönlicher Kontakt mit anderen Studenten aber auch mit den Professoren und Dozenten entsteht. Alles ist gut organisiert und deutlich strukturiert.
Auch die Struktur des Studiums ist in den Niederlanden anders. Semesterferien kennen wir nicht. Das Studium gliedert sich nach Jahren und jedes Jahr ist in ‚Kwartillen’, sprich in vier Quartale, eingeteilt. In den 3 Monaten sind die letzten 2 Wochen Examenwochen, wo die Prüfungen des jeweiligen Quartales stattfinden. Danach beginnen die nächsten 3 Monate. Richtige freie Zeit hat man nur im Sommer bevor das neue Studienjahr beginnt. Trotzdem hält der Stundenplan genügend Zeit frei, um in einem Nebenjob tätig zu sein. Ich arbeite unter der Woche 14 – 18 Stunden bei einem Softwareunternehmen.
Mehr über Telematica
Eigentlich ist es ein Informatikstudium mit dem Schwerpunkt Kommunikation. Also Netzwerktechnik und digitale Telekommunikation. Leider ist aus Mangel an Anmeldungen und interessierten Studenten dieser Studiengang mehr oder weniger integriert mit Informatik. Schade eigentlich. Ich bin jedenfalls, mit meinen 7 Mitstudenten, sehr zufrieden. Wir werden sicherlich alle unseren Master in Telematica ablegen!
Zurechtkommen mit den niederländischen Studenten
Anfangs war ich ein wenig unsicher wegen der Sprache, aber das war sehr schnell vorbei. Ich versuche mich einfach auf Niederländisch auszudrücken, wenn das nicht klappt, gibt’s immer noch englisch und deutsch, was hier auch beinah jeder versteht. Schon nach einer kurzen Zeit merkte ich, dass die Sprache kein Problem mehr darstellt. Ich habe hier gute Freunde gefunden. Aus Holland oder Deutschland... das macht hier keinen Unterschied.
Sind wir nicht alle Europäer?
Besonderheiten den Niederländern
Hier wird viel frittiert, die Mensa ist leider durch die deutschen Studenten, die Dozenten und die Mitarbeiter der Uni oft sehr voll. Niederländische Studenten bringen lieber eigene Brote mit oder nehmen einen schnellen Imbiss im Cafe, eine normale Mahlzeit kann ich das nicht nennen...
Sportmöglichkeiten auf dem Campus
Hmm... Sport.... Das Angebot ist prima. Es gibt von allem etwas, und das für wenig Geld! Und dennoch konnte ich mich nie dazu durchringen.
Kontakt zur Familie in Deutschland
Wir schreiben häufig Mails oder telefonieren. Und dann und wann fahr ich auch nach Hause. Die Entfernung ist nicht so groß. Wäre ich aus Süddeutschland, würden wir uns wahrscheinlich viel seltener sehen!