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Bachelorstudiengänge |

Im Gegensatz zu anderen Ausbildungen auf dem Gebiet des Bildungswesens wird an der Universität Twente nach dem entwurfsbezogenen Konzept gearbeitet. Dieses Konzept beinhaltet systematische, bildungsbezogene Forschungsarbeit mit einer Analyse der festgestellten Probleme. Auf diese Weise kann sich der Student ein umfassendes Bild vom Wissensbedarf machen. Auf dieser Grundlage werden Lösungen entworfen, zum Beispiel für eine Bildungs-Website oder einen besonderen Unterrichtsplan für Lehrer in einem Entwicklungsland. Diese Lösungen werden anschließend geprüft und evaluiert, um ihren Nutzen beurteilen zu können. Diese Arbeit wird in wissenschaftlich fundierter Weise ausgeführt.
Absolventen der Studienrichtung Bildungswissenschaften befassen sich im späteren Berufsleben mit angewandten Unterrichtsmethoden. Der Begriff „Unterricht“ ist dabei im weitesten Sinne zu sehen. Es kann um Grundschulunterricht gehen, aber auch um die Weiterbildung in einem Unternehmen. Das Wissen, das die Studenten über Unternehmen, Unternehmenspolitik und Unternehmensführung sammeln, ermöglicht es ihnen später, Probleme im Bildungswesen besser zu verstehen und diese unter Berücksichtigung der unternehmensspezifischen Gegebenheiten zu lösen. Darüber hinaus wird der Student zur Fachkraft für die Entwicklung von Lernmitteln. Denn für die effektive Übertragung von Wissen sind Hilfsmittel, wie Videoaufnahmen, Simulationen, Computerspiele oder Online-Tagebücher (Weblogs) äußerst nützlich.
Vielleicht warst du ja schon mal bei uns an der Uni um dir alles anzuschauen. Dann hast du auch sicher schon mitbekommen, dass der „Unterricht“ ganz anders abläuft als auf dem Gymnasium.
In dem Studium Bildungswissenschaften können drei verschieden Unterrichtsmethoden unterschieden werden.
Erstens die Vorlesungen (hoorcolleges), deren Ablauf den Meisten von euch bekannt ist. Der Dozent steht vor einer Gruppe von Studenten und erklärt den zu lernenden Stoff.
Zweitens die Arbeitsgruppen (werkcolleges), in denen man in Gruppenarbeit einen Auftrag erledigt. Der Dozent steht natürlich immer bereit um Hilfestellung zugeben. In manchen besonderen Fächern ist es auch üblich einen Streifzug (op pad) durch eine andere Organisation zu machen um so einen Auftrag zu erledigen.
Der dritte Teil deines Studiums ist Selbststudium (zelfstudie), was bedeutet, dass du dir selbständig den nötigen Stoff aneignest. Letzteres ist, wie der Name schon sagt, ganz allein deine Entscheidung, wann, wo und ob es überhaupt stattfindet.
Bist du jetzt noch neugieriger geworden? Dann mach doch an einem Meeloopdag mit. Du würdest dann einen ganzen Tag mit einem Studenten von Bildungswissenschaften die Uni unsicher machen. So kannst du vor Ort erfahren, wie es ist, Bildungswissenschaften zu studieren.
Endlich hast du dein Abitur in der Tasche! Erst mal Ferien… aber dann? Im August steht die Einführungswoche (Introductie) der Bildungswissenschaften vor der Tür, danach kann dann das richtige Studium beginnen. Das Jahr wird in zwei Semester mit jeweils zwei Blöcken unterteilt. In jedem Semester werden zwischen sechs und zehn Fächer angeboten. Eine Übersicht mit den Fächern findest du hier.
Das erste Jahr ist geschafft. Wenn du alle Fächer in deinem ersten Jahr bestanden hast, dann hast du jetzt deine Propedeuse. Das wäre natürlich optimal, denn auch im zweiten Jahr werden viele neue Fächer angeboten.