Studierst auch du bald in Enschede?

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Hallo,

Marina.JPGich bin Marina, 21 Jahre und studiere Bildungswissenschaften in Enschede. Ich habe gerade vor einem halben Jahr begonnen. Ich bin in der Nähe von Osnabrück groß geworden. Das ist gerademal eine Autostunde von Enschede entfernt, doch ist nun Enschede mein zu Hause. Ich kann jedoch noch jedes Wochenende nach Deutschland fahren um meine Liebsten zu sehen… Aber oftmals ist es hier mindestens genauso schön. Die Lieben können ja auch mich mal besuchen.

Ich habe durch meine Schule von Enschede erfahren. Einmal im Jahr wurde dafür ein Tag organisiert an dem 2-3 deutsche Studenten die Universität Twente vorstellten und dafür warben. Für mich war direkt klar, dass ich mir das mal anschauen musste. Ich war hier am Tag der offenen Tür und alle haben betont, dass hier alles möglich gemacht wird. Egal welches Problem sich auftut, hier findet man eine Lösung dafür - Und sie haben Recht!

Die Sprache: Es ist natürlich anstrengend eine neue Sprache zu lernen. Aber soweit ich weiß, hat jeder aus dem Sprachkurs 2009 den Sprung in die Niederlande geschafft. Es ist nicht nur toll am Ende des Sprachkurses eine neue Sprache zu können, sondern auch so viele neue Leute kennengelernt zu haben. Im letzten Sprachkurs hatten wir um die 150 Teilnehmer und du kennst beinah jeden, wenigstens vom Sehen. Danach folgt die Einführungswoche ins Studium. Eine Woche lang musst du nicht ans Lernen denken, sondern kannst einfach nur feiern. Beim sogenannten Kick-in lernst du schon mal deine „Mitschüler“ kennen und es wird für alles gesorgt, was Spaß macht. Grillen, Stadttouren, Sportaktivitäten, Kulturaktivitäten, Schwimmen, und noch viel mehr. Für mich war das eine der „best times of my life“…

Zum Studium: Ich bin nicht wegen des NC´s hierhergekommen. Einen vergleichbaren Studiengang gibt es in Deutschland nicht. Ich bin unter anderem hier, weil alle Studiengänge sehr praxisbezogen sind und einem das bei der Berufssuche und -wahl weiterhelfen kann. In jedem Fach lernt man direkt auch die Praxis kennen. Zum Beispiel im Fach Atelier 1 (Media) lernt man selbst Filme zu drehen, diese zu bearbeiten und mit den verschiedensten Programmen umzugehen. Mir macht es dadurch unglaublich viel Spaß. Auch nicht alltäglich an deutschen Universitäten ist, soweit ich weiß, die Gruppenarbeit. Wir haben beinah kein Fach, in dem wir nicht in der Gruppe an mindestens einer Aufgabe zusammen arbeiten müssen. Das ist eine echt tolle Erfahrung.

Neben dem Studium habe ich auch viel Kontakt zu meinen Klassenkameraden, das liegt auch daran, dass wir einen kleinen Studiengang bilden. Dadurch dass man die Aufgaben zusammen ausarbeitet, findet man direkt Gemeinsamkeiten - ob es zusammen in die Stadt geht oder die Sportart ist oder auch das gemeinsame Kaffeetrinken in der Pause – es gibt so viele Möglichkeiten. Die Menschen aus dem Sprachkurs darf man dabei auch nicht vergessen. Man lernt hier sooooooo viele neue interessante Leute kennen.

Es gibt auf dem Campusgelände auch ganz viele Sport- und Kulturvereine, sodass man sie beinah nicht mehr zählen kann. Und jedes Jahr kommt ein neuer Verein dazu. Ich reite bei Hippocampus. Die Vereine werden meistens von Studenten geleitet bzw. organisiert. Man darf nur das Studieren nebenbei nicht vergessen ;).

Ich wohne mit fünf weiteren Studenten in einer WG auf dem Campus. Wir essen jeden Abend zusammen und spielen gerne Gesellschaftsspiele. Ich habe niemanden in der WG der/die echt nicht zu ertragen ist. Das kommt natürlich auch daher, dass man sich die WG aussucht, bzw. die WG dich aussucht. Das ist zumindest auf dem Campus so. Man kann natürlich auch eine Wohnung, ein Zimmer oder ein Haus in der Stadt suchen. Einer meiner Freunde hat sich beispielsweise mit fünf anderen Leuten ein Haus gemietet. Doch mir gefällt es lange auszuschlafen… ich wohne maximal fünf Minuten mit dem Fahrrad von allen Gebäuden entfernt. Einen Supermarkt und den Friseur findet man auch auf dem Campus…

Der Campus ist riesig. Als ich das erste Mal hier war, habe ich mich direkt verlaufen… Aber man gewöhnt sich schnell an den Platz, die vielen Grünflächen, kleinen Seen und Sportfelder…

Auch jetzt habe ich noch immer das Gefühl, das ist alles ein Traum. Wenn ich abends kurz mal aus dem Fenster sehe und durchatme kann ich es immer noch nicht fassen, dass ich hier bin und dass ich hier vor allem zu Hause bin!

Ich wünsche euch viel Spaß beim weiteren Erkunden der Universität. Vielleicht treffen ja auch wir uns bald irgendwo in Enschede.

Erfahrungsberichte Alumni

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Hier haben wir Erfahrungsberichte von Geert, Guido und Huub für Euch, die vor ein paar Jahren ihr Studium beendet haben. Viel Spaß beim Lesen!