Studierst auch du bald in Enschede?

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Hallo,

ich bin Gloria, 19 Jahre, und studiere nun im zweiten Jahr Psychologie an der Universität Twente in Enschede. Mir gefällt es hier super, auch wenn ich jetzt nicht mehr sehr oft bei meiner Familie und den Freunden in Deutschland sein kann. Ich komme nämlich aus Jessen in Sachsen-Anhalt. Jessen liegt noch etwa anderthalb Stunden südlich von Berlin und da brauche ich dann schon ungefähr acht Stunden um alle wiedersehen zu können.

Warum ich mich trotz der Entfernung für ein Studium in den Niederlanden entschieden habe? Nun, da gibt es recht viele Gründe. Erst einmal ist das Psychologie-Studium hier im Durchschnitt ein Jahr kürzer als in Deutschland. Ja gut, man hat dadurch auch weniger Ferien, aber früher fertig zu sein ist auch verlockend, oder? Des Weiteren ist das Studium nicht nur klinisch ausgerichtet. Es gibt noch ganz andere, in Deutschland teilweise noch unbekannte, Spezialisierungsmöglichkeiten, wie Konsument und Verhalten. Außerdem ist es dann sowieso auch noch spannend eine neue Sprache zu lernen und der Campus der Universität Twente hat mich vom ersten Moment an überzeugt. Der Numerus-Clausus war für mich kein Grund im Ausland zu studieren, damit hätte es auch in Deutschland geklappt.

Ich habe von der Universität Twente auf der Einstieg Abi Messe in Berlin erfahren. Die Studenten erzählten total überzeugt, motiviert und enthusiastisch vom Studium, dem Campus und Enschede. Ich ließ mir Informationsmaterial zusenden und es dauerte dann auch nicht lange und ich besuchte den Tag der offenen Tür an der Uni Twente. Es war November, super kalt und es lag Schnee, aber der Campus gefiel mir vom ersten Augenblick an. Bäume, Seen, Natur - einfach toll. Den folgenden Tag hatte ich noch den so genannten „Meeloopdag“, wo man mit einem echten Studenten der Uni einen Tag „mitläuft“. Man besucht dann zusammen Vorlesungen, erkundet den Campus und kann alle Fragen stellen, die einem zum Studium oder insgesamt zum Studentenleben einfallen.

Diesen Abend saß ich dann mit meiner Mama in unserem Hotelzimmer in Gronau und wir begonnen Nachteile zu suchen. Ja, es klingt komisch, aber die Vorteile waren deutlich. Bis auf die Entfernung konnten wir einfach keine Nachteile finden. Wenn ich in München studieren würde, wäre die Entfernung auch nicht wirklich anders und Studiengebühren muss man in vielen Teilen Deutschlands auch bezahlen. Für mich stand es fest, ich möchte in Enschede studieren.

Das Studium ist hier auch nicht alles, man hat so viele Möglichkeiten. Es gibt eine Unmenge an Sport- und Kulturvereinen. Ich bin beispielsweise Mitglied von D.R.V Hippocampus, dem Reiterverein der Universität. Jeden Donnerstagabend reiten dann fast nur Studenten. Ich finde es super, Studenten von anderen Studienrichtungen kennen zu lernen und mich mit ihnen auf Niederländisch zu unterhalten. Es ist einfach toll, noch eine Sprache zu sprechen. Deshalb stand für mich auch von Anfang an fest, dass ich in einer WG auf dem Campus mit Niederländern zusammen wohnen möchte. So konnte ich (und kann) meine Sprachfähigkeiten enorm verbessern.
Der Sprachkurs an der Uni im Sommer vorm Studienbeginn war wirklich super. Innerhalb von vier Wochen hatte man die Sprache echt super gelernt, aber es ist dann doch etwas anderes wenn man mit Niederländern zusammen wohnt und die Sprache täglich spricht. Außerdem ist es auch super gesellig immer abends zusammen zu essen oder auch mit allen etwas zu unternehmen. Ich kann es jedem anraten sich ein Zimmer in einer WG mit Niederländern zu suchen und sich auf Entdeckungstour nach, den doch vorhandenen, kleinen Kulturunterschieden zu begeben.

Erfahrungsbericht Alumni

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Hier haben wir Erfahrungsberichte von Marleen, Job und Jos für euch, die vor ein paar Jahren ihr Psychologie-Studium beendet haben. Viel Spaß!