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Bachelorstudiengänge |
„Ein großer Betrieb, internationale Möglichkeiten und eine gute Atmosphäre.“
Mit ExxonMobil als Arbeitgeber hat Suzanne Bos festen Boden unter den Füßen. Sie ist erst 24 und arbeitet seit Januar 2007 als Prozesstechnologin bei der Raffinerie in Rotterdam. Alles läuft prima für sie. Nach ihrem Studium Technische Chemie stehen ihr alle Möglichkeiten offen.
„Bei ExxonMobil zu arbeiten ist fantastisch. Es ist ein großer internationaler Betrieb, die Atmosphäre spricht mich unglaublich gut an und mit meinem Studium habe ich wirklich viele Möglichkeiten. Als Prozesstechnologin arbeite ich momentan auf einem kleinen Stück der Raffinerie. Ich trage die Verantwortung für den Verlauf von einigen Einheiten (kleine Fabriken) auf dem Gelände. Ich muss dafür sorgen dass die Prozesse optimalisiert werden, so dass alles qua Energie so effizient wie möglich verläuft und dass wir uns gleichzeitig an die verschiedenen Produktspezifikationen halten, was sehr wichtig ist! In der Raffinerie wird unter anderem Kerosin hergestellt, was durch Pipelines zu den Flugzeugen auf Schiphol geleitet wird. Hierfür werden hohe Anforderungen gestellt.
Diese Funktion habe ich ungefähr zwei Jahre. Danach bekomme ich eine andere Aufgabe zugeteilt, denn so läuft das bei ExxonMobil. Prima, denn Abwechslung finde ich super. Am Beginn der Laufbahn hat man etwa fünfmal im Jahr ein Training, das oft im Ausland ist, so dass man auch Kollegen anderer Raffinerien von ExxonMobil kennen lernt.
Was nach diesem Job kommt? Ich bin jemand der sich nicht schnell an etwas bindet. Vielleicht wird es etwas mit supply (Transport, Ein- und Verkauf von Roh- und Schweröl), blending (Mengen von Schweröl was zum gewünschten Produkt bearbeitet wird) oder in einer Anwedungsgruppe (diese Gruppe entwickelt Software womit Prozesse automatisch geleitet werden). Aber ich kann auch als ‚Business Analyst’ weitermachen oder eine Funktion bei Human Resources bekommen.
Außerdem ist die Nachfrage nach Technischen Chemikern zehnmal so groß wie das Angebot; das heißt aber auch nicht das ExxonMobil jeden annimmt. Die Auswahl ist streng, aber wenn man etwas will und man sich dafür einsetzt, dann ist alles Möglich. Ich habe selbst bei meiner Masterarbeit ein paar Business-Kurse gemacht, um zu sehen wie ein Betrieb aufgebaut ist. Fremde Luft schnuppern, denn dieser Aspekt ist für mich wichtig. So kam ich auch mit ExxonMobil in Kontakt und das gefiel mir gut. Zum Glück waren sie auch an mir interessiert. Ich bin in Roermond aufgewachsen, habe in Enschede studiert und wohne jetzt in Delft. Ich sehe mich selbst später im Ausland arbeiten. Ich habe ein Praktikum in Kanada gemacht und Forschungsarbeit in der Schweiz. Mein Minor war ‚Internationales Management’. Dieses Wahlpaket im dritten Jahr des Studiums macht deutlich wer ich bin und was ich in meinem Leben erreichen will. Ich denke dass man neben seinem Studium einfach das tun muss, was einem Spaß macht.“
“Leg die Latte so hoch wie möglich und gib nicht klein bei!”
Robbert de Graaf arbeitet als Gutachter für das Sicherheitslabor von Akzo Nobel in Deventer. Seine Abteilung SHERA ist Teil der Abteilung “Technology and Engineering” des großen Chemiekonzerns Akzo Nobel, ein Betrieb, der die Zukunft für einen Studenten der Technischen Chemie bedeuten kann. De Graaf, der selbst vor zwanzig Jahren als technischer Chemiker sein Studium vollendet hat, begleitet heutige Studenten bei ihrem Praktikum.
“Ich habe bei Akzo drei verschiedene Aufgaben. Zum ersten bin ich Spezialist auf dem Gebiet Sicherheit. Innerhalb des Sicherheitslabors beschäftige ich mich mit physikalischen Transporterscheinungen, Bränden, physischen Eigenschaften von gefährlichen Stoffen, Explosionen und dem Effekt davon auf die Umgebung. Zum Zweiten bin ich Accountmanager. Ein Betrieb lebt von seinen Kunden und die müssen angeworben worden. Und zum Letzten bin ich als Projektleiter für die Endergebnisse verschiedener Projekte verantwortlich.
Ich bin seit drei Jahren in dieser Funktion tätig, aber der Kontakt zwischen Akzo Nobel und der Universität Twente besteht schon viel länger. Tauchen im Betrieb kleine Probleme auf, dann werden hierfür oft Studenten eingeschaltet. Mit diesem Studium kann man in so viel verschiedenen Bereichen zurecht kommen. Das Niveau von Chemikern die ihr Studium an den Universitäten Eindhoven, Delft und Twente erfolgreich abgerundet haben ist hoch. Bevor Studenten angenommen werden findet erst eine Auswahlrunde statt, denn häufig gibt es Unterschiede bei den Ansichten und Erwartungen von Studenten darüber, was sie bei Akzo Nobel tun können. Also bevor ein Student den Auftrag bekommt eine komplette Fabrik zu entwerfen, bekommt er erst einen Auftrag in dem er sich in das Thema vertiefen kann. Das kann sowohl ein theoretischer oder aber auch experimenteller Auftrag sein. Die Aufträge sind aber allesamt auf das Niveau der Studenten zugeschnitten.
Akzo Nobel ist ein sehr großer Betrieb, aber wir überlassen niemanden sich selbst. Ich bin Praktikumsbegleiter der Ansprechpartner und sitze im Büro gegenüber von den Studenten. Das heißt, dass sie mich einfach und schnell erreichen können.
Wir führen hier viele Tests aus, die allesamt mit der Sicherheit zu tun haben. Oft sind das Explosionsprozesse oder es wird die Feuerbeständigkeit getestet. Dies wird für alle Standorte ausgeführt, was heißt, dass man in einer internationalen Umgebung arbeitet. Studenten können ihr Praktikum auch im Ausland machen, aber dafür muss man sich schon mindestens ein halbes Jahr frei machen und zum Teil selbst die Finanzierung regeln. Akzo Nobel bietet Aufträge im Bereich Forschung und Ingenieurstätigkeiten, aber auch Aufträge in denen Kenntnisse im Bereich Kommunikation, Betriebswirtschaft und Marketing nötig sind. Am Wichtigsten ist, dass die Studenten herausfinden, was sie selber am interessantesten finden. In einem Praktikum kann man so etwas leicht erkunden und das vereinfacht die weitere Entwicklung. Mein Ratschlag? Leg die Latte so hoch wie möglich und gib nicht klein bei. Kommunikation ist ein wichtiger Teil des vollendeten Studiums Technische Chemie. Nutze alle deine Chancen.“