Das erste Jahr

In diesem Jahr legt man den Grundstein für sein weiteres Studium und das bedeutet vor allem viel Mathematik und Technik, so wie z.B. Designentscheidungen und Produkt- und Informationssysteme. Aber auch mehr betriebswirtschaftliche Fächer stehen auf dem Plan: Marketing, Management und Organisation, Finanzen und Rechnungswesen. Am Ende des Jahres wird es dann ernst. Dann durchläuft man mit seinen Mitstudenten “echte” Produktionsprozesse: Vom Entwurf bis zum Endprodukt!

Das zweite Jahr

Hier liegt der Fokus auf dem Ausbau von praktischen Erfahrungen. Im ersten Jahr ging es vor allem darum sein technisches Wissen aufzubauen. Im zweiten Jahr lernt man nun dieses Wissen praktisch anzuwenden. Dies geschieht in Projektgruppen in denen man Prozesse entwirft und modelliert. Oder aber auch durch Teilnahme an einem Integrationsprojekt, wobei man zum Beispiel verschiedene Entwicklungsvariationen ausarbeitet ,um die Sportmöglichkeiten an der Universität Twente zu verbessern. Hierbei schaut man nicht nur auf die ökonomische Resultate, sondern auch auf die nicht-ökonomischen Aspekte. Denn welche Alternative spricht einen UT-Studenten am meisten an?

Das dritte Jahr

Dieses Jahr darf man einen so genannten “Minor” wählen! Hiermit kann man sein Wissen in einem komplett anderen Gebiet seiner Wahl erweitern, wie z.B. Psychologie oder Philosophie. Oder sich gerade für die Vertiefung in einem Fach entschließen, dass sich an das Studium anschließt.

Vielleicht der wichtigste Teil des dritten Jahres ist der Bachelorauftrag. Ein Beispiel hierfür ist das Entwickeln einer Evaluationsmethode. Dies kann z.B. bei Philips geschehen, wo man eigene Entscheidungen treffen muss während der Entwicklung eines Handys. Zum Beispiel über Unterteile, Funktionen und Möglichkeiten, um später neue Modelle auf den Markt zu bringen. Die Folgen der Entscheidungen – gut oder schlecht – sehen Mitarbeiter sofort in der Produktion, im Einkauf und im Marketing. Dank der neuen Evaluationsmethode kann Philips die GSM-Architektur von jetzt ansystematisch analysieren. Ein wichtiger Fortschritt!

Einteilung des Jahres

Jedes Bachelorjahr ist eingeteilt in vier Blöcke von je 10 Wochen. Dies wird “Kwartiel” genannt. In einem Kwartiel folgt man drei Fächer, die man jeweils am Ende mit einer Klausur abschließt.

Deine Arbeitswoche ist recht gut gefüllt. Etwa 19 Stunden pro Woche stehen auf dem Stundenplan. Hiervon sind in etwa zehn Stunden Vorlesungen und der Rest Arbeitsunterricht. Dazu kommen noch etwa sieben Stunden, die man mit Praktikas und Projekten verbringt. Und natürlich muss man auch noch selbst etwas an dem Lehrstoff arbeiten. Zuhause, in der Bibliothek, im Zug oder in der Sonne auf dem Campusgelände studiert man seine Bücher, Artikel, löst Aufgaben oder arbeitet an Projekten. Einige Studenten studieren am liebsten alleine, andere lieber in Gruppen, z.B. in der Bibliothek. Wieviel jemand studiert ist von Person zu Person verschieden. Aber wenn man von einer 42-Stunden- Woche ausgeht hat man in etwa 23 Stunden pro Woche Zeit für das Eigenstudium.

In jedem Studienjahr kann man 60 EC's (European Credits) verdienen. Ein EC steht für 28 Stunden Arbeit und jedes Fach ist 5 ECs wert.