Mary Anne über Technische Betriebswirtschaft

Mary Anne, drittes Jahr Technische Betriebswirtschaft:

„Den Übergang zur Uni fande ich nicht so gewaltig. Vorher habe ich die “International School” in Hilversum besucht und hatte die Profile Natur & Technik und Natur & Gesundheit. Die Genauigkeit liegt mir also schon, aber ich fand Wirtschaft auch immer sehr interessant. Da ich in acht Fächern meine Abschlussprüfung machen musste, konnte ich schon in meiner Schulzeit meine Interessen kombinieren. Das wollte ich in meinem Studium auch! Für mich ist “Technische Betriebswirtschaft” darum auch der perfekte Mix. In einem Fach muss man komplizierte Modelle überdenken, im anderen Fach lernt man wie man mit Veränderungen auf dem Markt umgeht oder Menschen motiviert. Man wendet sein Wissen also direkt im Betriebsleben an und dennoch wird die technische Seite des Studiums nicht vernachlässigt. Das ist ziemlich einzigartig! Was für mich das spannendste Fach ist? Hmmm, schwere Entscheidung. Ich finde es gerade so gut, dass ich so viele verschiedene Fächer habe. In “DetModOR” lernt man technische Lösungen zu berechnen. Wie man zum Beispiel die Entscheidung fällt eine neue Fabrik zu bauen oder eine Produktion durch bestehende Mittel unterstützt. Das ist Klasse. Aber auch ein Fach wie Management und Organisation finde ich super interessant. Am Ende des Jahres mussten wir einen Schlüsselanhänger für Hotels “customizen”, so dass das Hotel zum Beispiel sein eigenes Logo darauf drucken konnte. Dann muss man auf einmal all sein Wissen kombinieren. Man stellt Designanforderungen auf, entwickelt den Produktionsprozess und berechnet die Kosten. Ein riesiges Puzzle, aber gerade das finde ich spannend.

Mit der Zeit habe ich begonnen auch andere Dinge neben dem Studium zu unternehmen und ich merkte, dass man sein Studium dann recht schnell aus den Augen verliert. Das ist nicht gerade geschickt, denn man kann sich nicht zwei Tage vor einer Matheprüfung überlegen: So jetzt fange ich mal langsam an. Die Disziplin muss man sich schon selbst antrainieren. Zum Glück habe ich letztens die Bibliothek entdeckt. Zu Hause bin ich schnell abgelenkt, wenn jemand die Musik anmacht oder zur Tür herein schneit. In der “Bib” ist es angenehm ruhig. Sowieso bin ich häufig auf dem Campus zu finden. Ich besuche dort Vorlesungen, es gibt eine Mensa, man kann dort auch wohnen, Sport treiben, einkaufen...eigentlich alles Mögliche. So ähnlich wie in einem Dorf oder einem CenterPark, denn so nennen wir den Campus auch ab und zu. Haha! Eigentlich wohne ich aber mit zwei Jungs und noch einem Mädchen in der Stadt in einem Reihenhaus. An die Atmosphäre in Enschede habe ich mich schnell gewöhnt. Enschede ist eine richtige Studentenstadt mit allem drum und dran, aber trotzdem recht übersichtlich. Allein schon in der Einführungswoche lernt man wahnsinnig viele neue Leute kennen, wodurch man sich wirklich schnell heimisch fühlt.“