Der Studiengang Technische Medizin

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http://www.utwente.de/tg/studieren/%5Eoverzicht.html/overzicht-1.jpgDas Studium der Technische Medizin

Das Studium der Technische Medizin dauert im internationalen Bachelor-Master-System sechs Jahre, wobei drei Jahre für den Bachelor vorgesehen sind. Hierbei werden Technologie und Medizin zusammen unterrichtet. Man lernt das Notwendige über die Funktionen des menschlichen Körpers, aber man muss nicht alle Krankheiten die es gibt kennen. Um es ein wenig abstrakt auszudrücken: man weiß nicht viel über Masern und nasse Ekzeme, aber dafür alles über die Signale des Herzens, der Muskeln und des Gehirns. Es geht um das relevante medizinische Wissen, das ein technischer Mediziner braucht um moderne Technologien als Teil einer medizinischen Behandlung anwenden zu können. Als 'Bachelor' hat man noch nicht die Möglichkeit auf dem Arbeitsmarkt tätig zu werden und spezialisiert sich deshalb im Master.

http://www.utwente.de/tg/studieren/%5Eoverzicht.html/overzicht-2.jpgKennzeichnend für das Studium ist, dass der menschliche Körper als System gesehen wird. So gibt es z.B. das kardiovaskuläre System (Herz- und Blutkreislauf) oder auch das respirative System (Lungen- und Atemsystem).

Das erste Jahr

Das erste Jahr Technische Medizin ist breit gefächert und besteht aus einer integrativen Einleitung in die Medizin und die verschiedenen medizinischen Technologien. Man studiert die Funktionen des menschlichen Körpers aus einer technischen Sicht. Aber auch kommunikative Fähigkeiten und professionelles Verhalten bekommen die nötige Aufmerksamkeit. Im ersten Jahr ist es wichtig, dass man die mathematischen Grundkenntnisse aufbaut und sich Wissen über den menschlichen Körper aneignet. So lernt man die Anatomie nicht nur auf Niederländisch, sondern auch auf Englisch und Latein. Dies wird auch in den kommenden Jahren immer wieder auftauchen.

Im ersten Jahr muss man das erste externe Praktikum. Hierbei steht vor allem der Patient im Mittelpunkt und man arbeitet auf einer Pflegestation um zu lernen, wie es für Patienten ist dort zu sein. Zu dem lernt man auch noch andere Arbeitnehmertätigkeiten im Krankenhaus kennen.

Das zweite Jahr

Das zweite Jahr des Studiums wird genutzt um sich zu vertiefen. Man lernt die technischen Möglichkeiten kennen, die beim Diagnostizieren und Behandeln von körperlichen Schäden und Erkrankungen wichtig sind. Man lernt Krankheitsmuster zu erkennen und sie mit technischen Lösungen zu verbinden. Mit dem Wissen, dass man sich im ersten Jahr angeeignet hat, beginnt man nun mit den verschiedenen Systemen zu arbeiten - dem kardiovaskulären System, dem respirativen System, dem Verdauungssystem, dem Neuralensystem (Gehirn und Nerven) und dem Bewegungssystem.

Außerdem werden die kommunikativen Fächer aus dem ersten Jahr weitergeführt und man hat wiederum ein Praktikum - diesmal über die Organisation von verschiedenen Krankheitsbildern.

Das dritte Jahr

Im dritten Jahr vertieft man sich weiter in die Untersuchungsmethoden, die in der medizinischen/technischen Wissenschaft genutzt werden. Gleichzeit kommen die letzten Systeme zum Lehrstoff hinzu, die Sinnesorgane (Augen, Nase und Ohren) und das Urogenitalsystem. Auch das letzte Bachelorpraktikum hat man im dritten Jahr - nun mit dem Schwerpunkt auf den Spezialisten und seine Techniken. Zum Beispiel der Herzchirurg und die Apparatur, die dieser benötigt um eine Operation durch zu führen.

Darüber hinaus bekommt man die Möglichkeit, sich über die verschiedenen Masterrichtungen zu informieren. Während der praktischen Arbeit, die während des ganzen Studiums vorhanden ist, wird man immer mehr auf die spätere Berufspraxis vorbereitet.

Das dritte Jahr endet mit dem Bachelorauftrag. Hierbei kann man all sein Wissen, dass man sich in den ersten drei Jahren angeeignet hat, auf ein reales medizinisch-technisches Problem anwenden. Man arbeitet in kleinen Gruppen von 4 bis 5 Personen an der Lösung, die man am Ende dann auch präsentieren muss.

Globale Übersicht

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Unterrichtsformen

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 Das Studium ist von Anfang an darauf ausgelegt um praktische Fertigkeiten zu erlernen. Das Finden von Lösungen für medizinische Probleme, Diagnosetechniken und Therapien im medizinisch-technischen Sinn. Das ist der Kern des Studiums Technische Medizin und auch des späteren Berufs.

Das Studium bietet eine Vielfalt von Lehrmethoden:


Vorlesungen: Hierbei erzählt der Dozent und man kann sich Notizen machen.

Übungen: Hierbei löst man Aufgaben und man kann den Dozenten Fragen stellen, wenn man nicht mehr weiter weiß.

Praktischer Unterricht: Hier kann man die gelernte Theorie in Form von Experimenten oder Computersimulationen in die Praxis umsetzen.

Selbststudium: Auf dem Stundenplan ist (..) freie Zeit eingeplant, so dass man selbst zu Hause oder auf dem Universitätsgelände Aufgaben machen oder Zusammenfassungen schreiben kann.

Antwortunterricht: Hierbei hat man die Möglichkeit dem Dozenten Fragen zu stellen, auf die man noch keine Antwort weiß.

Praktikum: Vom ersten Jahr an hat man Praktika. Im Bachelor dauern diese noch nicht lange, lediglich zwei Wochen pro Jahr, aber ab dem Master nimmt die Dauer stark zu. Sieh dir hierzu den Teil “Master” an.

Man lernt nicht nur die Theorie sondern auch zu organisieren und mit Patienten umzugehen. Das Entwickeln steht im Mittelpunkt: eine systematische Annäherung an die Lösung eines medizinischen Problems. Während des Studiums steht man schon mit einem Bein in der Arbeitswelt. Man lernt zu analysieren und zu untersuchen, Lösungen zu entwickeln und systematisches Evaluieren.

Für wen?

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http://www.utwente.de/tg/studieren/%5Eoverzicht.html/overzicht-4.jpgWer Technische Medizin studiert, der hat auch in der Schule schon Fächer, die sich mit den Naturwissenschaften beschäftigen, Mathematik und eventuell auch einen Teil Informatik beinhalten, gut gefunden. Ein Beispiel dafür ist Biologie.

Die Stärken eines zukünftigen Studenten der Technischen Medizin liegen in der Mathematik und der Physik und er ist technisch interessiert. Er oder sie findet den Aufbau von lebenden Wesen und konkreten Anwendungen, im Gegensatz zu abstrakten Formeln, spannend. Er oder sie ist auf der Suche nach einem Beruf in dem der Kontakt mit anderen Menschen wichtig ist.

Technische Mediziner finden Zeitungsberichte und Fernsehreportagen über fortschrittliche medizinische Technologien faszinierend, aber finden ein zwölfjähriges Studium zum medizinischen Spezialisten nicht gerade attraktiv – und sei es nur, weil sie selbst Hand anlegen wollen aber nicht alles über Infektions- und Hautkrankheiten wissen möchten.

Das Studium Technische Medizin ist nicht mit dem normalen Medizinstudium zu vergleichen. Das Studium ist deshalb auch nicht für denjenigen geeignet, der schon lange davon träumt einmal Arzt zu werden. Mit diesem Studium kann man nämlich nicht als Arzt praktizieren.