Technische Physik
Dein Studium besteht aus einem Bachelorstudiengang, der drei Jahre dauert. Hast du diesen erfolgreich abgeschlossen, bist du ein Bachelor of Science (BSc). Danach hast du die Wahl, bereits ins Arbeitsleben einzusteigen oder dich während des zweijährigen Mastertracks weiter zu spezialisieren.
Während der Bachelorperiode folgst du Vorlesungen und Seminaren und lernst natürlich im Selbststudium. Bei Vorlesungen – der Name sagt es schon – geht es vor allem um das Zuhören und Notizen machen, aber du wirst auch ermuntert, Fragen zu stellen. Während der Seminare arbeitest du in kleinen Gruppen mit der Theorie aus den Vorlesungen. Es gibt reichlich Gelegenheit, um dem Dozenten Fragen zu stellen oder zu diskutieren. Dies ist ein bisschen vergleichbar mit dem Unterricht in der Schule. Darüber hinaus gibt es feste Zeiten an denen du begleitet lernen kannst.
Was du aktiv mit deinem Wissen anfangen kannst, lernst du während der Projekte bei denen du die neuen Fachkenntnisse anwendest, um komplexe Probleme praktisch zu lösen. Das beginnt schon im ersten Quartal des Studiums, denn dann begleitest du einige Wochen einen Forscher in einer Fachgruppe und lernst wie man zusammen an einer Forschung arbeitet. Das Ende deines ersten Jahres wird spannend. Alles was du gelernt hast, wendest du in einem Team in der Praxis an. Du baust zum Beispiel einen Apparat, der einen Fußball über eine Mauer ins Tor schießen kann. Oder ein kleines Auto, das einem Lichtbündel folgen kann. Während des Endwettbewerbs können die Teams zeigen, wie gut ihre Umsetzung ist. Und der Sieger bekommt natürlich ewigen Ruhm!
Das erste Jahr
Dynamik, Thermodynamik, Elektrizität und Magnetismus. Das sind die Physikfächer, die du im ersten Jahr kennen lernen darfst. Aber unterschätze den Mathematik-Anteil nicht! Etwa ein Viertel deiner Fächer besteht aus dieser ‚Sprache der Physiker’, sodass du komplexe Probleme praxisorientiert und mit dem richtigen Werkzeug angehen kannst. Am Ende des Jahres kannst du zeigen, was du gelernt hast. Du arbeitest im letzten Quartal (10 Wochen) sehr intensiv an einer spannenden aber schwierigen Aufgabe. Früher in diesem Jahr lernst du bereits die Arbeitsweise von Fachgruppen kennen.
Eine Übersicht der Fächer im ersten Jahr siehst du hier:

Wenn du detailliertere Informationen zu den einzelnen Fächern haben möchtest lies einfach auf der nächsten Seite weiter.
Das zweite Jahr
Das ist das Jahr der Vertiefung und Erweiterung. Quantenmechanik, klassische Mechanik und statische Physik bilden die Vertiefung in der fundamentalen Physik. Optik, Flüssigkeitsphysik und Feststoffphysik sind die Fächer, mit denen du dein Wissen erweiterst. Auch bei diesen Fächern hast du Praktika und lernst zu forschen.
Das dritte Jahr
In diesem Jahr darfst du einen Minor wählen! Du kannst dein Wissen in einer ganz anderen Richtung ausbauen, z.B. in Psychologie, Luftfahrttechnik oder auch Musik. Oder du kannst dich in eine andere naturwissenschaftliche oder technische Richtung vertiefen. Im dritten Jahr schreibst du zusammen mit einem Kommilitonen auch deine Bachelorarbeit. Das ist eine Art Abschlussarbeit in klein. Du gehst in eine Fachgruppe und forschst selbst. Das Thema darfst du selbst wählen. Am Ende präsentierst du deine Ergebnisse, sodass die Fachgruppe deine Forschung verwenden kann.
Ein Beispiel für eine Bachelorarbeit ist ‚Imaging’ von lebenden Zellen. Die Forschung hat nämlich bewiesen, dass wahrscheinlich Leitungsstrukturen zwischen Krebszellen existieren. Es wird jetzt vermutet, dass die Zellen durch diese Leitungen miteinander kommunizieren und sich dadurch ausbreiten können ohne von oben herab gesteuert zu werden. Wenn das wirklich so ist, muss es möglich sein, die Leitungsstrukturen zu beweisen. Und ja, das darfst du machen!