Technische Physik
Ich heiße Melanie Peters, bin 22 Jahre alt und studiere seit 2 Jahren Technische Physik an der Universität Twente. Die Erfahrungen, die ich in diesen 2 Jahren sammeln konnte sind weitesgehend positiv. Angefangen bei dem wunderschönen Campus, der besonders im Sommer einfach ein Ort ist, an dem man sich gerne aufhält. Die Gebäude sind technisch sehr gut ausgestattet, die Materialien für den praktischen Teil des Studiums sind vielseitig und einwandfrei. Mir gefällt besonders an der technischen Physik, dass 50% der Fächer praktisch sind. Hier lernt man nicht nur die Theorie, sondern auch wie man sie anwendet. Selber experimentieren, eigene Ideen entwickeln und das alles strukturiert und akademisch aufzuschreiben stehen dabei im Vordergrund. In der Theorie lernt man hauptsächlich mathematische Tricks auf physikalische Probleme anzuwenden. Man bekommt also das passende Werkzeug für verschiedenste Probleme und lernt den Umgang damit.
Mir gefällt außerrdem besonders gut, dass in einem Physikjahrgang nur rund 50 Leute sind. So ist die Integration in die Gruppe einfacher, schon nach der Einführungswoche kennt man so ziemlich jeden mit dem man studiert zumindest namentlich. Das macht es auch persönlicher, ich habe hier nicht das Gefühl in der Masse unterzugehen. Und auch für Dozenten bin ich nicht nur eine Studentennummer, sondern ein Mensch. Ich habe gleich in den ersten Tagen einen Dozenten als Ansprechperson für Probleme bekommen und wurde oft gefragt wie es mir geht und ob alles in Ordnung ist. Jeder Student hat hier Menschen, an die er sich wenden kann.
Aber es gibt auch anfängliche Schwierigkeiten, mit denen man sich hier auseinandersetzen muss. Natürlich spricht man die Sprache nach 3 Wochen Sprachkurs nicht perfekt, es dauert seine Zeit bis man beim Reden und Schreiben nicht mehr so viel nachdenken muss. Auch ist es natürlich eine Herausforderung sich in einem anderen Land, einer anderen Kultur einzugliedern, ein schönes Zimmer oder eine Wohnung zu finden und sich an das harte Programm des Physikstudiums zu gewöhnen. Wenn man aber mit Offenheit und Motivation hierher kommt, dann sind auch diese Dinge zu bewältigen. Und hinterher kann man mit Stolz sagen all das geschafft zu haben.
Im Großen und Ganzen bin ich sehr glücklich, dass ich mich für die Universität Twente entschieden habe. Ich bekomme hier eine hervorragende Ausbildung, die zwar anstrengender, aber auch vielseitiger und persönlicher ist, als ich es mir vorgestellt habe. Ich wurde in Holland herzlich empfangen und aufgenommen und fühle mich von der Universität in keinem Moment im Stich oder allein gelassen.
Melanie