Technische Physik studieren

Ich werde nicht drum herum reden: Studieren an der Universität ist echt anders als das Lernen am Gymnasium. Das Tempo liegt hoch, genau wie das Niveau. Wenn du einmal in Rückstand bist, holst du es nicht so schnell wieder auf. Einige Leute studieren Technische Physik, weil sie Physik in der Schule leicht fanden, aber bei Technischer Physik ist harte Arbeit angesagt. Formeln und Probleme passen fast nie genau zusammen. Ich denke oft ‚es fehlen Daten, das ist nicht lösbar’. Aber je öfter du übst, Aufgaben zu analysieren und Formeln anzuwenden, desto besser begreifst du das Lösen von Problemen. Das ist super motivierend. Du bist übrigens nicht komplett auf dich allein gestellt. Viele Aufgaben kannst du während der Seminare machen. Wenn du etwas nicht verstehst, berätst du dich mit deinem Dozent oder deinen Kommilitonen und dann kannst du weitermachen. Das funktioniert gut. Zu Hause bereite ich eigentlich nur die Vorlesungen und Praktika vor. Praktika finde ich am besten, aber das dachtest du dir wahrscheinlich schon! Erst wenn du selbst Experimente machst, siehst du was du mit dem theoretischen Wissen anfangen kannst. Man merkt, dass die Formeln echt stimmen. Spannend ist auch das P-Projekt am Ende des ersten Jahres. Mit einer kleinen Gruppe von Kommilitonen habe ich ein Auto gebaut, das einem bewegenden Lichtbündel folgen konnte. Davor mussten wir einige schwierige Aufgabenstellungen lösen. Wie stark muss der Motor sein und wie schnell muss das Auto fahren können? Und wie weiß es, in welche Richtung es muss? Während des Wettrennens gegen die anderen Gruppen hat unser Wagen nicht genau das gemacht, was er sollte, aber eine gute Note haben wir trotzdem bekommen!“