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Montag
Eine neue Woche ist angebrochen und ich hab Vorlesung in Algebra. Das Fach find ich ziemlich interessant und die 1,5 Stunden sind schnell vorbei. Eben nach Hause und Mittag essen, dann wieder zur Uni und um halb sechs bin ich endlich frei. Hui, langer Tag!
Meine Mitbewohnerin kocht heute für unsere WG und zu dritt machen wir uns dann noch einen gemütlichen Abend vor dem Fernseher.
Dienstag
Den ganzen Morgen Uni. Dann schau ich noch eben bei Abacus vorbei, dem Studentenverein von technischer Mathematik. Erst noch ein bisschen Karten spielen zur Entspannung und dann muss ich noch meine Aufgaben aus den Vorlesungen machen.
Heute Abend muss ich kochen, also fahr ich eben mit dem Fahrrad zum Supermarkt und kaufe ein. Nach dem Essen geh ich noch sporten. Ich bin in dem Kletterverein von der Uni und bin dort auch regelmässig zu finden. Nachdem ich mich zwei Stunden ausgepowert habe bleib ich noch kurz mit den Leuten aus dem Verein in der Sportkantine hängen um etwas zu trinken.
Mittwoch
Heute morgen muss ich arbeiten. Zum Glück ist der Weg dorthin nicht so weit und ich kann mein Fahrrad zu Hause lassen. Ich teste für eine Firma Applikationen auf Handys, das heißt ich hab die ganze Zeit irgendein Handy in der Hand und muss gucken ob es alles tut. Der Job ist einfach aber auch super interessant.
Nach dem Mittag essen geh ich dann noch zur Uni, aber zum Glück nur eine kurze Vorlesung. Abends haben wir eine Besprechung vom Kletterverein. Ich bin dort aktiv als Freiwilliger und regele gerade mit ein paar anderen Leuten einen großen nationalen Studenten Wettkampf. Wir haben nur noch drei Monate Zeit, das heißt wir haben heute viel zu besprechen.
Donnerstag
Ich hab den ganzen Tag heute Uni und ich muss noch einiges Vorbereiten und nachlesen. Abends kocht meine Mitbewohnerin und danach machen wir uns zusammen auf zu einer Party auf dem Campus. Eine Freundin von uns hat Geburtstag und wir haben riesigen Spaß. Die Party ist erst spät vorbei und ich muss morgen früh wieder arbeiten. Upps!
Freitag
Wie zu erwarten fällt es mir heute morgen schwer aus dem Bett zu kommen, aber ich schaffe es noch gerade rechtzeitig bei der Arbeit sein.
Dann hab ich noch Arbeitsgruppe an der Uni, wo wir zusammen Aufgaben aus den Vorlesungen machen und zwischendurch einen Dozenten um Hilfe fragen können. Sehr nützlich nur nicht gerade meine Lieblingsbeschäftigung am Freitag nachmittag, wenn man total kaputt ist.
Abends geh ich zu meinem Freund. Wir schauen noch einen Film, aber ich bin so kaputt und schlafe schon auf der Couch ein.

Samstag
Heute ist Markt in Enschede und ich mache mich auf um dort einzukaufen und auch noch ein bisschen in der Stadt shoppen zu gehen. Es ist ziemlich voll überall. Ich treffe noch eine Freundin und wir gehen zusammen einen Kaffee trinken.
Abends bin ich mit meinem Freund bei Freunden zum Essen eingeladen. Ein schöner gemütlicher abend.
Sonntag
Endlich mal ausschlafen! Nach einem langen Frühstück mach ich mich mit meinem Freund auf zu der Kletterhalle in Enschede. Wir klettern den ganzen Nachmittag.
Abends gehen wir zusammen in der Stadt was essen. Das Wochengericht ist relativ günstig. Ich mach es heute nicht so spät. Die Woche war lang und morgen ist wieder Uni.
Erfahrungen von Kristin
Name: Kristin Rieping
Studiert: Technische Mathematik
Aufgewachsen: Hagen a.T.W.
Studiert seit September 2007 an
der Universität Twente
Warum hast du dich für einen Studiengang in den Niederlanden entshieden? Auf die Idee in den Niederlanden zu studieren bin ich durch Präsentationen an unserer Schule aufmerksam geworden. Mir schien es irgendwie spannend und in gewisser weise reizte mich die Herausforderung in einem anderen Land zu studieren. Also schrieb ich mich direkt nach meinem Abitur in Enschede ein. Und plötzlich ging es dann auch ganz schnell, der Sommer rückte immer näher und dann begann auch schon der Sprachkurs. Ich hatte glücklicher weise sehr schnell ein Zimmer bekommen und ich begann mit Eifer die neue Sprache zu lernen. Ich war früher zwar nie wirklich ein Ass in Sprachen, aber mit dem Niederländisch kam ich sehr gut zu recht.
Was ist deiner Meinung nach die wichtigsten schulischen Voraussetzungen für einem Studiengang Technische Mathematik?
Zur ‚Technischen Mathematik’ bin ich erst durch ein paar Umwegen gekommen. Mit ein paar Ausflüchten in die Studiengänge ‚Industrie Design’ und ‚Technische Physik’ entschied ich mich nach einem Jahr doch für die mehr theoretische Richtung Mathematik. Der Schritt von der Schule zur Universität war schon ein riesiger Unterschied und am Anfang war es schwer sich mit dem Lernstress abzufinden. Dennoch macht es mir immer wieder Spaß die neuen Fächer zu erlernen und jedes ‚Kwartiel’ ( beinhaltet 8 Wochen Vorlesungen und 2 Wochen Klausuren schreiben, mit jeweils 3 Fächern pro Kwartiel ) bietet neue Herausforderungen.
Wie viel Zeit nimmt deiner Studium in Beschlag?
Im ersten halben Jahr wurde vor allem der Basisstoff unterrichtet. Meine Leistungskurse Mathe und Physik waren mir da schon eine große Hilfe, aber letztendlich machten sie nur einen kleinen Teil des Stoffes aus. Nach viel Theorie konnten wir aber schon nach kurzer Zeit unser Wissen in dem Fach ‚Mathematisches Modellieren’ anwenden. In diesem Fach bekamen wir Aufgaben aus dem reellen Leben gestellt, die wir zu zweit oder dritt in einem ausgebreiteten Aufsatz ausarbeiten sollten. So bekamen wir von einer fiktiven Bank die Aufgabe gestellt ein Sparkonto zu modellieren, wobei die Zinsen von den aktuellen Fußballergebnissen abhingen sollten.
Mit welchen Projekten wurdest du im ersten Jahr konfrontiert?
Unser Studiengang ist relativ klein, so sind wir in unserem Jahr nur mit etwa 20 Studenten. Das heißt dass wir in den Unterrichtsstunden häufig fragen stellen können und so auch engen Kontakt zu unseren Dozenten haben. In unserer Gruppe sind wir 8 Frauen, was im Gegensatz zu anderen technischen Studienrichtungen relativ viel ist. Wir kennen uns nach einem Jahr alle recht gut und unternehmen auch oft was zusammen. Der Sprachunterschied ist dabei überhaupt kein Problem mehr und auch wenn mir mal das richtige Wort nicht einfällt, sind alle immer sehr hilfsbereit und erklären mir, wie es im Niederländischen richtig ist.
Erfahrungen von Lina
Name: Lina Baranowski
Studiert: Technische Mathematik
Aufgewachsen: In der Nahe von Flensburg
Studiert seit September 2006 an der Universität Twente
Das Studium
Ich bin zwar aufgewachsen in Deutschland, habe aber die niederländische Nationalität, da meine Mutter Niederländerin ist. Ich wusste schon sehr lange, dass ich nach meinem Schulabschluss zum studieren in die Niederlande wollte. Für mich war es ‚back tot the roots’. Warum ich Technische Mathematik gewählt habe? Weiß ich selber nicht genau, aber es macht mir Spaß, vor allem weil es ein sehr kleiner Studiengang ist wo jeder jeden kennt. Das besondere an der Universität Twente ist eindeutig der Campus. Alles was das Studentenherz begehrt aus 150 ha. Was will man mehr?
Das Studentenleben
Ich bin Mitglied von Abacus der studienverein der technischen Mathematik und von 4happye feet ein Studentenstandardtanzverein. Im ersten Jahr war ich sehr aktiv bei Abacus, z.B. habe ich ein Ball organisiert. Mittlerweile bin ich im Vorsitzt von 4 happy feet.
Um mein Studentenleben zu finanzieren arbeite ich beim D-Team um deutschen Schülern mit Informationen über die Universität zu versorgen und bei ‚Dein Online Lernportal’ (www.twenteacademy.de)
Campus und die Stadt
Auf dem Campus wohne ich zusammen mit 14 anderen Studenten. Das gefällt mir sehr gut, denn es ist immer etwas los. Wir feiern z.B. Nikolaus und Weihnachten zusammen.
Mir gefällt besonders die gemütliche Atmosphäre in der Stadt und obwohl Enschede recht klein ist, wird man was Einkaufen, Ausgehen und Freizeitmöglichkeiten angeht nicht eingeschränkt. Ab und zu geh ich ein Bierchen trinken auf dem ‚Oude Markt’ und besonders an einem Sommerabend ist das angenehm.
Die Schlussfolgerung
Mit alten Freunden halte ich jetzt Kontakt übers Internet: E-Mail, Skype usw. Meine Eltern sehe ich noch regelmäßig. Bevor ich hier studierte wusste ich nicht was mich erwarten würde. Also kann ich nicht sagen ob meine Erwartungen übertroffen wurden oder nicht. Ich glaube, ich habe mich hier prima eingelebt und ich habe es keinenMoment bereut, dass ich hierher gezogen bin.
Hallo, ich bin Astrid, und studiere im zweiten Jahr Technische Mathematik an der Universität Twente. Hier könnt ihr lesen wie eine typische Woche in Enschede bei mir aussieht!
Montag
Was für ein Glück, die Woche fängt recht ruhig mit nur einer Vorlesung an. Zeit genug noch eben Einkaufen zu gehen, Vorräte aufzufüllen, Hausarbeiten aufzuholen, zu denen ich am Wochenende nicht gekommen bin und vorallem noch eben bei Abacus, der Studentenvereinigung von Technische Wiskunde, vorbeischauen und hören wie meine Freunde ihr Wochenende so verbracht haben. Und trotz nur einer Vorlesung bleibt genug zu tun: Diese Woche zum Beispiel müssen wir ein Praktikum mit dem Computerprogramm Matlab für das Fach Signalen&Transformaties fertigstellen. Ganz schön schwierig wenn man sich erstmal in das Computerprogramm einarbeiten muss, aber zum Glück können wir das in Gruppenarbeit machen! Danach geht’s ab nach Hause, ich wohne auf dem Campus und habe es daher nicht so weit. Ich esse jeden abend mit meinen Mitbewohnern zusammen. Da ich mit 14 anderen Leuten zusammenwohne ist das meist eine äußerst lustige und unterhaltsame Sache! Abends habe ich noch Volleyballtraining. Ich bin erst seit kurzem Mitglied von Harambee, dem Volleyballverein, und bin auch noch nicht sonderlich gut. Aber dabei sein ist alles, oder wie war das?!
Dienstag
Heute kam ein deutsches Mädchen zum Meeloopdag: Das hat wirklich Spaß gemacht; zusammen mit einem niederländischen Studenten haben wir mit ihr gegessen, ihr ein bisschen von unseren Studienerfahrungen erzählt, ihr den Campus gezeigt, mittags mit ihr bei Abacus gesessen und sie dann auch in eine Vorlesung mitgenommen, sodass sie einen Eindruck vom Studieren bei TW in Enschede kriegt. Sowas mache ich wirklich gerne und ich hoffe natürlich auch ihr einen guten Eindruck vermittelt zu haben. Nachmittags dann wieder ab nach Hause, heute muss ich selbst kochen, also auch noch schnell einkaufen fahren. Und heute abend widme ich mich dann mal wieder meinem Studium. Bis Freitag muss ich noch ein paar Aufgaben für das Fach Statistik fertig bekommen. Aber wenn man sich einmal richtig daran setzt geht es auch meist recht zügig.
Mittwoch
Puh, wieder einiges zu tun heute. An dem Praktikum muss noch weitergearbeitet werden, dann noch ein Werkcollege, also eine Art Übung, und die Tentamenwochen rücken auch immer näher. Wird Zeit, dass ich richtig anfange zu lernen. Und zusammen mit meiner Doegroep muss ich mir noch Gedanken über unser T-Shirt für die Introductie machen. Die Doegroep, das ist quasi eine Art Betreuergruppe für die Introductiewoche. Wir müssen auch noch einen Film machen, indem wir uns an die neuen Studenten vorstellen. Ich freu mich wirklich schon auf die Introductie, alles was ich letztes Jahr selbst erlebt habe diesmal aus einer anderen Perspektive. Und vor allem schon mal die Chance die Neuen direkt kennenzulernen. Nach dem lernen heute Abend bin ich dann doch nochmal nach unten ins Wohnzimmer gegangen, und schwupps saßen wir da wieder mit sieben Leuten und haben noch einen Film geguckt. Ein bisschen entspannen muss ja auch mal sein!
Donnerstag
Heute ist echt ein lustiger Tag: Nachmittags ist ein Borrel von Abacus. Borrel, das ist wie ein kleines Fest und wird jede zweite Woche vom Borrelausschuss veranstaltet. Ich sitze jetzt auch seit einem Jahr in diesem Ausschuss, und es macht wirklich richtig Spaß! Neue Themen und Dekorationen ausdenken für den nachmittag, Bier zapfen und sich mit den Leuten unterhalten die kommen. 2-3 mal im Jahr wird sogar ein Borrel mit Informatik und Elektrotechnik veranstaltet. Da ist es immer ordentlich voll und geht bis in die Nacht! Letztes Jahr zum Beispiel gab es den Oktoberfest- und Karnevalsborrel. Danach muss ich mich etwas beeilen um noch rechtzeitig zum Volleyballtraining zu kommen. Später nach dem Training sitzen wir meist noch mit unserem Team in der Sportskantine oder gucken anderen Teams beim Training zu.
Freitag
Und da ist die Collegewoche schon beinah wieder vorbei. Heute abend feiern zwei Freunde von mir, die mit mir studieren, ihren Geburtstag, da kommt wahrscheinlich wieder unser ganzer Jahrgang und noch mehr von TW. Also eben zusehen, dass ich vor heute abend noch ein paar Hausaufgaben geschafft bekomme. Außerdem kommen heute noch Freunde von mir und meinen Mitbewohnern zum Essen vorbei. Wir wollen uns noch Fotos von unserem Sommerurlaub angucken. Wir haben mit 7 Leuten einen Bulli gemietet und sind dann quer durch Europa gefahren, Österreich, Slowakei, Ungarn, u.a. auch zu dem Festival Sziget. Das waren wirklich zwei schöne Wochen! Danach aber schnell fertig machen und ab in die Stadt zu der Geburtstagsparty.
Samstag&Sonntag
Dieses Wochenende bleibe ich wohl in Enschede. Das wechselt immer ab, aber da ich doch noch viel hier erledigen muss gehe ich diese Woche mal nicht nach Hause. Am Wochenende ist es im Wohnheim immer etwas ruhiger, mit denen die auch dableiben gehe ich Eis essen oder schwimmen. Diesen Samstag gehe ich abends noch mit meinen TW-Mädels Bowlen. Endlich sind mal alle von uns am Wochenende in Enschede geblieben. Naja, und lernen für die Tentamenwochen steht auch an am Wochenende! Sonntags abends treffen wir uns auch noch häufig mit einigen vom ersten, zweiten und dritten Jahr vom Studium in der Vestingbar, der Bar auf dem Campus. Bei ein, zwei Bierchen hört man sich dann die Wochenendgeschichten der anderen an und plant schon mal was die kommende Woche so alles ansteht.